Bayericher Jugendring

Das Problem mit jungen Menschen und Beschäftigung.

Junge Menschen haben ein großes Beschäftigungsdilemma. Um Arbeit und Schule unter einen Hut zu bringen, suchen junge Studenten aktiv nach Zeit- oder Teilzeitjobs. Aber nicht nur Studenten, sondern auch qualifizierte Fachkräfte und Hochschulabsolventen haben Schwierigkeiten, einen Arbeitsplatz zu finden. In diesem Beitrag gehen wir auf die Ursachen für die Schwierigkeiten junger Menschen bei der Arbeitssuche ein.

Die Arbeitgeber lehnen es derzeit ab, Hochschulabsolventen und junge Fachkräfte einzustellen. Nur wenige Unternehmen stellen konsequent junge Menschen ein, vor allem in den Bereichen Vertrieb, Technik und IT. Einige Unternehmen betrachten die Einstellung unerfahrener Fachkräfte als Zeitverschwendung, weil sie der Meinung sind, dass junge Fachkräfte eine spezielle demografische Gruppe darstellen, die keinen fairen Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt ertragen kann. Während die einen die Vorteile sehen, sie einzustellen, auszubilden und dann fremdzuvergeben, denken andere an die zusätzliche Zeit, die für ihre Ausbildung benötigt wird, während sie die Produktivität mit Hilfe erfahrener Mitarbeiter eher steigern können. Der Beschäftigungsbedarf der jungen Fachkräfte wird durch die auf dem Arbeitsmarkt verfügbaren Stellen nicht gedeckt, und die Jugendarbeitslosigkeit nimmt weiter zu.

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Definieren wir „Jugendarbeitslosigkeit“ als ein sozioökonomisches Phänomen, bei dem junge Erwachsene, die körperlich in der Lage sind, zu arbeiten, eine Stelle suchen und bereit sind, sie anzutreten, aber nicht in der Lage sind, ihr Recht auf Beschäftigung wahrzunehmen, wodurch sie ihre Haupteinkommensquelle verlieren.
 
Die Arbeitsverwaltung schätzt, dass im Sommer 2010 7,3 % der erwerbstätigen Personen arbeitslos waren. Ein Viertel davon, also junge Menschen, waren anwesend. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Arbeitslosenquote in dieser Zeit recht hoch ist.
 
Die moderne Zivilisation ist heute bestrebt, alle verfügbaren Ressourcen so weit wie möglich auszuschöpfen, um ihr Produktivitätspotenzial zu maximieren. Die unzureichende Nutzung aller Ressourcen wird als eine Herausforderung für die Gesellschaft angesehen, da sie gegen die Idee der effizienten Ressourcennutzung verstößt. Die Jugendarbeitslosigkeit in der Gesellschaft ist ein Zeichen dafür, dass alle Arbeitsressourcen nicht vollständig genutzt werden.

Konstante Arbeitslosigkeit hat schwerwiegende Auswirkungen auf die gesamte Volkswirtschaft und stellt derzeit eines der größten Probleme dar. Die Jugend sollte als eine der qualitativ hochwertigsten demografischen Gruppen für das sozioökonomische Wachstum des Staates betrachtet werden, um dieses Problem anzugehen, da sie die innovativen und wiederbelebten Ressourcen der Nation darstellen.

Was die Beschäftigung betrifft, so befinden sich die jungen Menschen heute in einer anderen Lage als ihre Eltern, die in einer Gesellschaft mit zentraler Planwirtschaft aufgewachsen sind. Der Staat bemühte sich, das bereits vor den Reformen in der Landesverfassung garantierte Recht auf Arbeit zu verwirklichen, indem er den Absolventen von Schulen, Berufsschulen, technischen Einrichtungen und Universitäten eine Beschäftigung in den Wirtschaftssektoren bot. Der Eintritt junger Menschen in das Erwerbsleben war streng geregelt. Es gab kein strukturiertes System der Arbeitsvermittlung mehr, das einerseits die Möglichkeiten der jungen Menschen einschränkte und andererseits Stabilität und gleichberechtigte Eingliederung für sie sicherstellte, indem es ihnen Beschäftigungsmöglichkeiten, einen garantierten Lohn und einen breiten Zugang zu Leistungen wie Kinderbetreuungseinrichtungen, medizinische Versorgung vor Ort, Wohnraum usw. bot.

Jüngeren Bürgern stehen heute mehr Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung, aber sie haben auch viel mehr Hindernisse zu überwinden als ihre Altersgenossen vor 20 Jahren. Aufgrund des Produktionsrückgangs, der schnellen Fluktuation der Beschäftigten, der schlechten Arbeitsbedingungen und der strengen Anforderungen der Arbeitgeber stellen junge Menschen heute die Mehrheit der Arbeitslosen (37 % der registrierten Arbeitslosen).